Vom Windrad zur Steckdose – Volle Kraft voraus
Shownotes
Wie kommt der Strom vom Windrad zur Steckdose – und warum ist Windkraft für Österreichs Versorgungssicherheit so wichtig? In Folge 6 besucht Sebastian den Vorstandssprecher von Austrian Power Grid, kurz APG, Gerhard Christiner, und spricht mit ihm über Stromtrassen, Netzstabilität, Speicher und das europäische Stromsystem. Bei Österreichs Energie erklärt Generalsekretärin Barbara Schmidt, warum Windkraft vor allem im Winter ein unverzichtbarer Partner von Wasser- und Sonnenkraft ist und damit einen wesentlichen Beitrag leistet Österreich unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen.
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00:00:11: Der Umstieg auf erneuerbare Energie ist für unsere Zukunft essentiell.
00:00:16: Die Wasserkraft liefer den Österreich eine stabile Basis in der Stromversorgung.
00:00:21: An sonnigen und windstillen Tagen kommt viel Solarstrom dazu.
00:00:26: Auf der anderen Seite, wenn es bewölkt ist und windreich dann sprengt die Windenergie ein Und damit ist das die perfekte Ergänzung.
00:00:35: In diesem Podcast rücken wir Österreichs Windräder in den Fokus und geben Antworten auf viele spannende Fragen.
00:01:03: Wie kommt der Strom vom Windrad zur Steckdose?
00:01:06: Und warum ist Windkraft für Österreichs Versorgungssicherheit so wichtig?
00:01:11: In Folge sechs besucht Sebastian Weber Gerhard Cristina den Vorstandssprecher von Austrian Power Grid, kurz APG und spricht mit ihm über Stromtrassen, Netzstabilität, Speicher- und das österreichische Stromsystem.
00:01:28: Und bei Österreichs Energie erklärt Generalsekretärin Barbara Schmidt, warum Windkraft vor allem im Winter ein unverzichtbarer Partner von Wasser und Sonnenkraft ist – und damit einen wesentlichen Beitrag leistet, Österreich unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen.
00:01:57: Mein Name ist Sebastian Weber, ich bin Meteorologe und Wetterschrift bei ServusTV.
00:02:02: Gerhard ist Vortandsprecher der ABG Und damit auch gleich die ganz schnelle Frage Was bedeutet ABG?
00:02:08: Und was ist eure Aufgabe?
00:02:10: Für ABG steht Austrian Power Grid.
00:02:12: Das ist das österreichische Übertragungsnetz.
00:02:15: Wir sorgen für die sichere Stromversorgung in Österreich.
00:02:18: Übertragungsnetz sagt er Der normale Leibwesen Stromnetz.
00:02:21: Warum genau übertragendes Netz?
00:02:23: Ja dass Stromnetze unterteilt sich in verschiedene Ebenen, also die höchste Ebene ist das Übertragungsnetz.
00:02:29: Das heißt damit transportieren wir den Strom über weite Strecken in Österreich, de facto von Burgenland bis nach Vorarlberg oder auch bis ins Ausland.
00:02:38: dann gibt es auch noch das Verteiler-Netz, das sind die niedrigeren Spannungsebenen.
00:02:41: Das kann man ein bisschen vergleichen wie mit dem Auto schon, mit dem Straßennetz.
00:02:44: da gibt's die Autobranne und das sind wir, das ist der Vertragungsnetz und das Verteilernetze sind die Bundes- und Landestraßen, die führen dann bis zum Endkommen.
00:02:51: Das heisst die macht sich groß in die starken Leitungen, sind diese threehundertachtzig KV-Leitungen?
00:02:55: Genau, da sind auch ZKV und ZKW.
00:02:57: Das ist das Übertragungssetz in Österreich.
00:03:00: Hier unten ist ein Verteilernetz.
00:03:02: Jetzt sind wir hier in einem sehr sensiblen Bereich.
00:03:04: Jeder hat seinen Ausweis vorgezogen und muss sich jetzt kontrollieren.
00:03:07: Das sind die Steuerzentrale der APG.
00:03:09: Was genau passiert da?
00:03:12: Hier in der Steuerzentrale der APG steuern wir die Stromflüsse durch unser Netz.
00:03:16: Im Wesentlichen geht es darum, Stromwürde von den Kraftwerken ins Netz eingespeist und muss irgendwo den Weg zu den Kunden finden.
00:03:23: Und das verändert sich permanent in irgendeiner Form.
00:03:25: Es gibt spezielle Windkraftwerke in der Photovoltaik, die produzieren nicht konstant Strom sondern es hängt sehr stark vom Wind dargeboten von der Sonne ab.
00:03:33: Der Kunde braucht auch nicht immer gleich viel Strom.
00:03:35: Und der Strom muss sozusagen immer sicher über dieses Netz gesteuert werden und dann den Weg eben genau zu den Kunden finden in der Größenordnung oder in der Menge, die gerade gebraucht wird.
00:03:45: Und das Laie hat dir das recht komplexer, aber das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung auch, dass man das Stromangebot was gerade gekauft wird liefert?
00:03:52: Ja genau so ist es, weil wir einfach nie genau wissen wie viel braucht der Kunde in jeder Sekunde bzw.
00:03:58: was wird gerade eingespeist an anderen Enden?
00:04:01: und die große Herausforderung die wir derzeit haben ist einfach dass sie im Wind- und Fotoelteig nicht konstant liefern, nicht immer planbar liefern und wir damit schauen müssen das trotzdem da Grunde immer sicher versorgt ist.
00:04:12: Die zentrale Frage jetzt wenn man konkret auf die Windkraft zu sprechen kommen Wie kommt der Strom vom Windrad bis zur Steckdose des Einkunden?
00:04:21: Die Windräder oder Windparks, wie wir es sagen, die speisen auf den niedrigeren Spannungshebern meistens sein.
00:04:27: Das heißt im Verteilnetz sein.
00:04:28: Auf der Strom, der regional verbraucht wird, wird einmal abgenommen dann von Kunden vor Ort und alles was dann ein Überschussstrom da ist das wird in unseren Netz hochgeschweißt ins übertragungsnetz und wir verteilen es dann wieder in Österreich oder liefern sie auch ins Ausland zu den Kunden und dort wirds dann entsprechend in der Größenordnung gebraucht abgenommen.
00:04:46: Das ist es im Prinzip.
00:04:46: schaut klingt sehr einfach, die große Herausforderung dass wir nicht genau wissen, wie viel Windstrom kommt immer in jeder Sekunde.
00:04:54: Wir versuchen das bestmöglich zu prognostizieren.
00:04:56: Das ist aber nicht immer ganz sicher möglich und drum braucht es auch gewisse Reservekraftwerke und eine große Regelfähigkeit im System damit wir halt immer sicherstellen können, dass genau das was erzeugt wird, auch genau demischt, was verbrauchtet oder es nicht selber kann, die gespeichern.
00:05:10: Eben das ist ja die komplexe Frage bei dem Ganzen jetzt.
00:05:14: Heute haben wir einen superwindigen Tag, das ist viel Windenergie.
00:05:18: Was das Netz abbekommt?
00:05:21: Aber dann wenn man der Abnehmer weniger Strom braucht, was tut man mit der Energie überschüssigend?
00:05:27: Es ist so!
00:05:27: Wir versuchen natürlich schon am Tag davor immer vor der Lieferung bestmöglich das Winddargebot aber auch das Sonnendargebot zu prognostizieren.
00:05:36: Wir bilden es alles in einem digitalen Zwillingeab.
00:05:38: Wir versuchen das System für den nächsten Tag vorher zu modellieren und durchzusimulieren.
00:05:43: Das passiert auf der OP-Scheibe nicht sogar her.
00:05:46: Natürlich kann man das nie punktgenau schaffen und damit es dann trotzdem funktioniert am nächsten Tag ist es so, dass auf der einen Seite natürlich die Kraftwerke das liefern was sie liefern können und dass auch entsprechend der Kunde verbraucht was gerade verbrauchen will.
00:05:59: aber dazwischen gibt's uns als Systembetreiber Und wir stellen sicher mit sogenannten Regelkraftwerken, die wir in der Vertrag haben.
00:06:06: Dass trotzdem die Balance, sprich Erzeugung ist gleich Verbrauch zu jeder Sekunde gewahrt bleibt.
00:06:11: Das ist ein sehr komplexer Mechanismus.
00:06:13: dahinter steckt ein großer mathematischer Algorithmus auch.
00:06:16: Wir kriegen das ja viel Daten genau dieses Steuerzentrale herein und die Daten werden permanent ist Werte mit Planwerten verglichen.
00:06:23: Wenn es deine Abweichungen gibt dann gibt sie Regelkraftwerk, die genau das Delta ausgleichen.
00:06:27: Wahnsinn!
00:06:29: Das
00:06:30: funktioniert alles in Echtzeit.
00:06:32: Da ist nicht mehr ein händisches Zutun von Menschen gefragt, sondern das ist alles hochgradig digitalisiert.
00:06:39: Wir haben von allen Leitungselementen von allen Netzen in Österreich digitale Informationen die wir abbegriffen alle zwei Sekunden verglichen und dann entsprechend ausgeregelt wenn es da eine Abweichung gibt weil das Wichtigste für die sichere Stromversorgung ist dass Erzeugungen immer exakt im Verbrauch entspricht.
00:06:59: Eine Idee, wenn man jetzt quasi ein bisschen weiter denkt und das kommt dann auch viel, dass man Stromspeicher baut.
00:07:05: Wäre es eine Möglichkeit den Strom inzwischen zu puffern, wenn er zu viel vorhanden ist?
00:07:10: Ja, das ist eigentlich das Gebot der Stunde.
00:07:12: also der Ausbau der Neuerbahn hat zwei große Aspekte in sich wir brauchen mehr Netze.
00:07:17: Wir brauchen leistungsfähigere Netze, weil wir viel mehr Leistung ausbauen.
00:07:21: Weil wie alle wissen das Wind und Photovoltaik nicht in dem Umfang verfügbar sind, wie bei Gaskraftwerk, dass sieben Daßelstunden im Jahr laufen kann.
00:07:27: Wind haben wir in Österreich zweitausendfünfundest Stunden, BV auch immer nur tausend
00:07:30: Std.,
00:07:31: aber wenn die dann gemeinsam da sein ist sehr viel Strom auf einmal dort, den man oft gar nicht verbrauchen können.
00:07:36: Und drum braucht es zweitens ganz wesentliches Element Mehrspeicherkapazitäten.
00:07:40: Wir sind schon privilegiert in Österreich mit den Bumkspeicherkapazitäten im Westen.
00:07:43: Das ist ein Riesen-Essid des Österreicher.
00:07:45: Aber wir brauchen noch mehr Speicher und idealerweise im Osten Österreich, weil da ist die Winter- und die BV sehr stark ausgebaut.
00:07:51: Und da versuchen wir jetzt auch entsprechende Projekte mit Baden voranzutreiben, dass es eben auch hier richtet wird.
00:07:57: Das sind dann vor allem Batteriespeicher, die zumindest in der Lage sind, dann innerhalb eines Tages Überschusss und Defizit besser auszugleichen.
00:08:05: Weil wir haben mittlerweile von der Photovoltaik schon zur Mittagszeit Überschüsse am Abend fehlt sie uns aber dann.
00:08:11: Das heißt, man kann dann Mittagspitzen in den Abend verschieben und kann damit ein Ausgleich schaffen.
00:08:15: Der Wind ist ein bisschen verlässlicher, wenn er da ist weder über den ganzen Tag aber weder auch nicht immer.
00:08:20: Aber auch hier werden Speicher in Zukunft ganz massiv gefragt sein um den Bedarf bezielt an dem Windtauch decken zu können.
00:08:27: Wie groß wären so Stromspeich jetzt?
00:08:29: Kann man da megawatt Stunden rechnen oder...?
00:08:31: Ja
00:08:31: ja das sind Modular aufgebaut.
00:08:34: ich habe selbst das voriges Jahr im China besichtigen dürfen.
00:08:37: Das sind so Container, man kann sich das vorstellen wie einen richtigen Container denn wir alle kennen und der leistet mittlerweile fünf Megawattstunden
00:08:45: Ich beim Keller eine kleine Batterie stehe mit, glaube ich, das Doppelte von der PV.
00:08:50: oben sagt man bei.
00:08:51: Und das ist super!
00:08:52: Funktioniert super!
00:08:53: Da quasi kommen wir oft im Sommer und sind mal vor dem
00:08:55: Tag.
00:08:55: Ja genau, also das was man im Kleinen eigentlich im Haushalt machen kann versuchen wir im Großen zu machen dass wir einfach sagen den WV-Strahlenüberschuss, den wir zum Mieter kommen, den verschieben wir in die Abendstunden und über den Tag haben wir dann möglichst ausgeglichene Bilanz.
00:09:08: Als Leier denkt man selbst nicht darüber nach Der Strom hört er nicht bei den ganzen Österreichs auf Sondern das ist ja alles vernetzt.
00:09:14: Das geht ja quasi ins Ausland, auch in den Aus- bzw vom Ausland rein zu uns.
00:09:18: und dann für Europa heute.
00:09:21: Wenn die Franzosen zum Beispiel ein Stromproblem haben, spüren auch wir das in Österreich irgendwie oder also bisschen vernetzt?
00:09:25: Wie stark ist es oder wie wichtig ist es dass man mit dem Partner eine enge Bindung hat?
00:09:30: Ja, das ist ein ganz wesentliches Thema.
00:09:33: Das europäische Stromsystem reicht im Wesentlichen von Portugal bis an die Baltischen Staaten.
00:09:38: Es geht von der anderen Seite sogar über Gleichstromverbindungen von den nordischen Ländern Norwegen, Schweden und Dänemark runter bis noch in die Türkei.
00:09:45: In Wirklichkeit ist es das System in dem wir leben der größte, weltweit der größten Netz verbunden Und dieses Netz, das ist die Vertragsnetze in diesem Netzverbund sind durch verbunden.
00:09:55: Also unser Netz ist an alle unsere Nachbarländer angeschlossen mit Ausnahme der Slowakei.
00:09:59: Das hat jetzt historische Gründe noch aus der Czechoslovakie aber im Grunde sind wir bestens vernetzt in Europa und dieses Netz ist dann auch die Plattform für den physikalischen Aussage von Strom in Europa was ganz wichtig ist und es ist auch die plattform für dem Strommarkt.
00:10:14: Strom das muss man wissen ist ein Produkt das mittlerweile im vier Stunden Raster gehandelt wird europaweit gehandelte Und wir glauben immer, dass Kraftwerk das in der Nähe steht, das produziert den Strom für die Region.
00:10:25: Das ist der Eindruck, den wir gewinnen.
00:10:27: aber in Wichtigkeit orientiert sich jeder Kraftwerksbetreiber an den Strompreisen und Strombörse und er fährt dann sein Kraftwerk wenn er was verdienen kann und wenn der Preis sehr niedrig ist und er mit seinen Grenzkosten vielleicht höher liegt vor der Net.
00:10:39: Das muss man auch wissen.
00:10:41: Die Stromversorgung in Österreich ist auch ganz stark bestimmt vom europäischen Strompreis von den Kraftwerken, die in ganze Europa eingesetzt werden und Österreich ist manchmal ein massiver Importeur und manchmal auch Exporteur.
00:10:51: das hängt ganz stark davon ab wie sind unsere Ressourcen verfügbar?
00:10:55: Und wie sind die Preise am Marktgerade und so voran nach die Kraftwerksbetreiber.
00:10:58: dann
00:10:59: Jetzt wenn ich mir das vorstelle, ist es eigentlich möglich dass wir zum Beispiel Windstrom von der Nordsee zogen nach Österreich bekommen?
00:11:06: Ja, das ist Gang und Gehwärse.
00:11:08: Wir erleben das fast jede Woche wenn in Deutschland sehr viel Wind geht und die Nordsee ist sozusagen das Powerhouse mittlerweile Europas weil dort eben die meisten Windräder stehen sowohl aufschau als auch anschaue.
00:11:19: und wenn dort sehr viel wind geht haben die oft massive Stromüberschüsse und dann geben die das an die Böse, der Strompreis sinkt weil sehr viel Angebot da ist.
00:11:27: Und dann wollen alle dort einkaufen und auch Österreich kauft dann an der Bösse deutschen Windstrom und der wird dann von Deutschland nach Österreich geliefert soweit es natürlich auch technisch immer geht.
00:11:36: also es ist leider so dass dieser Strommarkt nicht einwandfrei funktioniert weil werden halt auch vergessen hat die Netz entsprechend Leistung stark auszubauen.
00:11:43: in Vergangenheit.
00:11:44: das heißt sehr oft ist er dass man mehr importieren möchte als Deutschland, nicht nur wir sondern auch unsere südostrobäischen Nachbarn möchten dann aus Deutschland importieren.
00:11:52: Es wäre Strom der auch durch Österreich durchfließen müsste und dann kommt man irgendwann an technische Grenzen und da geht einfach nichts mehr.
00:11:58: Und dann ist es aus, dann stoppt doch dieses System und mehr Bezuschlagung aus der Persikripser nicht mehr, dann muss man sagen, dass man den Rest national deckt.
00:12:06: Aber das ist ein robäisches System.
00:12:07: in der Strommarkt, die funktioniert grundlegend sehr gut aber ist oft limitiert durch die physikalischen Möglichkeiten der Reizei
00:12:15: Dass es bei euch mehr Netze ausbauen tut und dass der Fluss besser stattfinden könnte.
00:12:20: Ja, man braucht die Mehrnetze um wirklich noch besser austauschen zu können.
00:12:23: das ist auch gibt viele Initiativen europäische Initiativ-Nationalinitiativen damit man die Stromnässe sehr stärker ausbaut.
00:12:29: Das ist auch im Bewusstsein vieler Länder da.
00:12:32: Es ist aber auch in einem anderen Aspekt wichtig, nur dann kann man nach dem günstigsten Strom nach Österreich holen und das ist ja für den Wirtschaftsstandard ganz wesentlich.
00:12:38: Also der Netzausbau ist einerseits für die Versorgungssicherheit notwendig, er ist aber ganz, ganz wichtig dass wir billigen Strom wo immer der in Europa produziert wird auch nach Österreich Holen können.
00:12:47: weil jetzt ist es so in dem Moment wo das Netz nicht stark genug ist, kann ich nicht mehr Strom aus dem Ausland importieren und kann auch billige Strom aus diesem Ausland nicht nach Österreichholen.
00:12:56: Darum haben wir beispielsweise im letzten halben Jahr fast zehn Euro einen höheren Strompreis als Deutschland gehabt.
00:13:01: obwohl ausreichend Strom in Deutschland verfügbar gewesen wäre, konnten wir nicht importieren.
00:13:05: Weil wir einfach die Leitungskapazitäten
00:13:07: haben.".
00:13:07: Das heißt quasi... Die APG schaut auch quasi so, dass das Netz in Österreich stabil ist mal für die österreichischen Kunden und wo es dann Ressourcen übrig sind kann man als Transfer oder
00:13:17: als
00:13:17: Stromautobahn nutzen wenn man vom Ausland einkauft?
00:13:20: Genau!
00:13:20: Das ist ja eine Verpflichtung, die wir haben.
00:13:22: unser Netz ist nicht nur für den nationalen Kunden da und für die nationale Versorgung sondern es ist auch Teil des europäischen Stromverbundes und damit müssten wir es auch nutzbar machen für ausländische Händler, damit die Strom durchleiten können.
00:13:36: Damit auch ihre Kunden wollen wir die in Europa sitzen versorgen können
00:13:40: Und da zahlen die dann Maut auch für unser Netz?
00:13:43: Ja, das ist ein Wunderpunkt.
00:13:44: Es ist in Europa so geregelt, dass sie keine Maut zahlen müssen.
00:13:48: Also für die Durchleitung durch Österreich aber auch durch andere Länder zahlt man nichts.
00:13:51: Die horizontale Nutzung des Netzes ist de facto frei.
00:13:55: Zahlen tut man fürs Netz erst in der Strom, dann vertikal in Richtung Verteilernetze fließt und abgenommen wird vom Grunde.
00:14:00: Dann ist zu zahlen... Wo wir Geld einnehmen, ist für die Versteigerung unserer Kuppelleitungen also unsere Grenzkuppeleitungen.
00:14:07: dort wird es ja wohl die Kapazität Technisch machbar ist versteigert und da nehmen wir auch entsprechend Geld ein.
00:14:13: Das war interessant auf jeden Fall, das war mal so ja nicht.
00:14:18: Jetzt habe ich dann eine Frage, die wir uns auch aufschrieben haben in Richtung Zukunft zu denken.
00:14:24: Welche Maßnahmen setzt da die APG zur Digitalisierung und Automatisierung des Netzes?
00:14:28: Und quasi am Ende wird der Verbraucher davon.
00:14:32: Also unser Stromnetz ist in Wirklichkeit hochgradig digitalisiert.
00:14:35: Das sieht vielleicht der Kunde nicht so, aber es ist hochgradigsdigitalisiert.
00:14:39: Es beginnt schon einmal damit dass wir hier in der Steuerzentrale das gesamte österreichische Stromnetze von hier aus steuern können.
00:14:45: also wir können jeden Schalter, jeden Transformator jedes Leitungs-Element von hier zu oder abschalten.
00:14:50: Es ist alles zentral gesteuert und von allen Betriebsmitteln in Österreich laufen die Informationen hier im Sekunden raus.
00:14:56: da hier ein dieses Haus.
00:14:58: Hier gibt's Rechenzentrum die Informationen werden aufbereitet, visualisiert in der Warte sichtbar gemacht für den Betriebsführenden und dann können auch wieder Schalthandlungen gedätigt werden, noch außen geschaltet werden.
00:15:08: Wir sind aber auch komplett digital vernetzt mit den Strombörsen in Europa.
00:15:12: das ist ganz wesentlich damit das System überhaupt funktionieren kann.
00:15:15: sicher weil die Strombösen bestimmen ja welche Kraftwerke am nächsten Tag fahren Und wir kriegen dann von diesen Kraftwerken wieder die Echtzeitinformationen in unser System.
00:15:24: Mit welcher Leistung fährt dieses Kraftwerk?
00:15:25: Wann geht es aus dem Markt, wann gehts ins Innenmarkt?
00:15:27: Welches Kraftwerk löst das Kraftwerk wieder ab?
00:15:30: Welche Stromflüsse sind denn auf den Leitungen?
00:15:32: Gibt's das Risiko eine Überlastung an der Leitung?
00:15:33: Muss man was umschalten?
00:15:35: Also es ist wie Leben von diesen digitalen Informationen und wir sind natürlich mit allen Kraftwerke, wir sind mit allen Händlern digital vernetzt so dass dieses System auch beobachtbar ist und dass wir immer die richtigen Schlüsse ziehen können oder die richtige Maßnahme setzen können damit die Sicherheit gewährleistet ist.
00:15:49: Eine unglaubliche Infrastruktur, die dahinter steht eigentlich mit Servern, Internet und Leitungen, die es quasi auch ausfallssicher sein muss.
00:15:55: Genau genau das ist das Entscheidende!
00:15:58: Auch dieses Steuerzentrale gibt's gespiegelt noch einmal.
00:16:01: Sollte hier was passieren?
00:16:02: Gibt's einen Rotsten bei Reservewarte von der wir aussteuern können weil das sozusagen hier da zentrale Knoten... Das ist das Nervenzentrum wo wir jetzt hier sind vom österreichischen Stromsystem Hier laufen alle Informationen ein dies braucht um das System betreiben zu können Und so gesehen ist das natürlich höchste Sicherheit für uns auch wichtig.
00:16:20: Auch Cybersecurity ist für uns ein ganz großes Thema.
00:16:23: Stimmt!
00:16:24: Wenn man an die Meteorologie denkt, jetzt einmal oder an die Klimatologie besser gesagt, dann sehen wir in der Atmosphäre ändert sich was?
00:16:31: Es wird tendenziell wärmer und dadurch haben wir auch andere Wetterkapriolen.
00:16:36: Jetzt bin ich beim Wetterdrehen oft raus unterwegs, dann stehe ich drehen beim Felberdown und denke mal unfassbar wie exponiert, wie ausgesetzt die Strommaßentort stehen.
00:16:44: Wie bereitet sich die ABG da darauf vor?
00:16:46: Oder wie passt es euch an an diese neuen Gegebenheiten.
00:16:51: Warlich eine Situation, die uns beunruhigt auch.
00:16:54: Wir sehen das speziell und wir hatten ja auch schon Vorfälle in den letzten Jahren seien es Murenabgänge, die Masken weggerissen haben an Standorten wo über fünfzig-sechzig Jahre nichts passiert ist.
00:17:04: Wir haben dann wieder trotz des Schneearmelwinds auch wieder Lawinenabgängen in gewissen Bereichen, wo wir auch im Hagengebirge vor wenigen Jahren mal an Masken komplett wegreißen gekrießen haben weil da der Lawine abgegangen ist.
00:17:16: Wir sehen es auch, dass die Windgeschwindigkeiten teilweise stärker werden, regional sehr stark.
00:17:20: Also wir hatten in Oberösterreich einen sogenannten Downburst, der uns acht Masken umgelegt hat mit Windgeschwindigkeiten über zuhundert kmH.
00:17:28: für diesen Gewinn sind unsere Mausen definitiv nicht gebaut worden und von der Norm her nicht.
00:17:32: Das heißt hier gibt's dann auch sozusagen Gruppierungen wo man sich das Ganze anschaut.
00:17:36: Wir bauen die Masken jetzt für höhere Windgeschwingkeiten.
00:17:40: Wir haben uns alle Marschstandorte kritisch angesehen, haben teilweise die Fundamente hochgezogen verstärkt, dass also Muren nicht direkt auf die Stahlkonstruktion kommen können sondern über Abweiser oder Betonabweiser abgewiesen werden.
00:17:53: Und das geht so dahin bis hin, dass wir halt davon auch das Risiko haben mit den großen Windbarks.
00:17:59: Was wir sehen ist in Österreich wieder, wir haben derzeit rund viertausend Megawatt Wind ausgebaut und die Tendenz ist ja weiter steigend.
00:18:05: und gerade im Sommer wenn es an Gewitterfronten kommt, dann ist es enorm schwierig zum exakten Zeitpunkt zu prognostizieren, wann ist diese Front da und wann ist dann auch die Winterzeugung da.
00:18:14: Also das kann sein dass du hast hunderten W-Erzeugungen und drei Fälle schon später bist du bei tausendem Weh Und du musst mit diesem Strom aber wohin denn?
00:18:22: Das heißt wenn du dich da verschätzt bei der Prognose um eine halbe Stunde hast du auf einmal fünfhundert Tausenden W zu viel Strom im Netz, der keinen abnimmt.
00:18:30: oder in dem Moment und drum sind wieder die Speicher so wichtig, dass sie frei sind, dass die verfügbar sind.
00:18:34: also die Herausforderungen werden schon größer Und für uns ist es schon auf deiner Seite hoch interessant.
00:18:42: Auf der anderen Seite müssen wir auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die Richtung viel besser schulen noch, damit sie mit diesen Situationen umgehen können.
00:18:49: Noch viel flexibler bleiben?
00:18:52: Die ganze Herausforderung aber noch viel schneller reagieren können...
00:18:54: Auf die Flexibilität sind wir.
00:18:56: ein neuer Bahnstromsystem sowieso das Gebot der Stunde.
00:18:58: In allen Belangen.
00:19:02: Wie wird jetzt die APG im zukünftigen Windkraftprojekt eingebunden, damit die notwendige Netzinfrastruktur gewährleistet ist?
00:19:09: Was wir uns immer schon gewünschen haben, ist einen österreichischen zentralen Energiemasterplan.
00:19:16: Ich sage das einmal so... Wir leiden ein bisschen darunter als Netzbetreiber generell wie es ABG auch die Verteidigungsbetriebe hat, dass wir sehr spät von neuen Kraftwerksprojekten sei es Wind, sei es für PV oder Großkraftwerke informiert werden.
00:19:29: Das heißt, idealerweise gibt's eine gemeinsame zentrale Planung wo man sagt, wo sind die Windparks in Österreich?
00:19:36: Wie viel will man ausbauen und wie Leistungsstörk?
00:19:39: Und wie kann man die Netzinfrastruktur entsprechend dazu bauen und wie kann das ganze System dann idealerweise auch noch mit Batterien stimmig betrieben werden?
00:19:47: Jetzt wissen wir aber alle, die Erzeuger sind im Wettbewerb.
00:19:49: Die halten mit ihren Informationen sehr hintan.
00:19:52: ja Wir sollen aber dann wenn der Windpark kommt, das Netz möglichst schnell bauen.
00:19:56: Das Problem ist nur ein Windpark ist meistens regional begrenzt.
00:19:59: Der ist eher, ich sag es so mal einfacher zu genehmigen Also eine Leitung, eine Leitung die dann über hundert Kilometer gehen muss.
00:20:07: Eingebrunten sind wir leider Sehr spät erst.
00:20:09: Wir kriegen dann eine sogenannte Netzzugangsanfrage vom Windparkbetreiber, wo er einspeisen möchte oder wo er plant einen Windpark zu errichten und dann soll es meistens sehr schnell gehen.
00:20:20: Und da ist halt in Österreich das große Problem, dass wir noch immer nicht die gesetzlichen Grundlagen haben um hier wirklich zeitnah auch an die Erfordernisse der Windbranche zu reagieren.
00:20:28: Sondern meistens sind es dann UVB-Verfahren, die sehr langwierig sind, die ja auch mit Widerstand von der Bevölkerung wiederum begleitet sind und dann kann man oft nichts sagen.
00:20:37: wie viele Jahre dauert das Ganze bis man den Windpark ins Netz integrieren kann?
00:20:43: Wie wird die APG in zukünftige Windkraftprojekte eingebunden damit auch genügend Stromnetz vorhanden ist?
00:20:49: Also grundsätzlich befürworten wir den Windkraftausbau massiv, weil der Windkraft mehr als zweieinhalb Tausend Stunden wirklich voller Stunden verfügbar ist.
00:20:57: Das ist ja mal wesentlich mehr als beispielsweise die BVA und auch verlässlicher Prognostizierbar ist.
00:21:03: Was wir uns wünschen würden ist, wenn wir noch Zeit näher in die großen Projekte eingebunden werden.
00:21:07: Das heißt das es einen Masterplan in Österreich gäbe wo Windkraft und Netz gemeinsam zentral geplant werden weil wir dann noch schneller auch mit dem Netz zur Verfügung stehen können Und die Windanlagen die wo immer sie in Österreich jetzt gebaut werden auch direkt den Netzzugang genießen können und einspeisen können.
00:21:23: Da haben wir jetzt so ein Zeitversatz aber da arbeiten wir alle daran.
00:21:27: Wo siehst du persönlich jetzt die Zukunft der Windkraft?
00:21:31: Als ich glaube, das ist Common Sense in Österreich.
00:21:33: Dass Windkraft stärker ausgebaut werden sollte als bisher noch.
00:21:38: Wir haben jetzt rund zehn Tausende wie Photovoltaik und vier Tausend wie Wind.
00:21:41: Im Winter hätten wir noch viel Potenzialen und da könnten wir mehr nachziehen weil eben der Wind auch in den Wintermonaten speziell wo wir viel Strom brauchen, mehr zur Verfügung steht als Photovoldaik und verlässlicher da ist.
00:21:53: Drum ist es das Gebotestunde dass wir stärker auf Windkraft setzen in den nächsten Jahren.
00:21:59: Vielen Dank für deine Zeit um dieses Gespräch.
00:22:00: sehr interessant
00:22:01: Vielen Dank.
00:22:05: Wusstest du, dass der Abrieb von Schuhsohlen deutlich höher ist als jener von Windrädern?
00:22:13: Wustest du das derzeit bis zu neunzig Prozent des Materials eines Windrades wiederverwertet werden kann?
00:22:20: Tendenz
00:22:21: steigend!
00:22:23: Wussteste du das Windstrom in Österreich rund sechzehn Prozent des heimischen Stromverbrauchs abdeckt?
00:22:33: Von der Austrian Power Grid wechseln wir jetzt zur großen energiepolitischen Sicht auf die Dinge.
00:22:38: Denn die entscheidende Frage lautet, wie wird aus Windkraft Versorgungssicherheit?
00:22:43: Und was braucht Österreich noch damit die Energieversorgung noch unabhängiger und krisenfester wird?
00:22:49: Wir sind heute zu Gast bei Österreichs Energie in Wien und sprechen mit Generalssekretärin Barbara Schmidt.
00:22:55: Sie kennt die Energiewirtschaft seit vielen Jahren und weiß wie eng Energiepolitik Versorgungssicherheit und der Ausbau erneuerbarer Energien zusammenhängen.
00:23:05: Mein Name ist Sebastian Weber, ich bin Meteorologe und Wetterschef bei Servus TV.
00:23:09: Schön dass du dabei bist, legen wir los!
00:23:12: Hallo Barbara!
00:23:13: Hallo herzlich willkommen bei Österreichs Energie.
00:23:15: Danke für immer es das man da sein dürfen.
00:23:17: und da habe ich gleich die erste Frage ihr habt dann ein bisschen überlegt was bedeutet österreichs energie?
00:23:21: Was ist das?
00:23:23: ja Wir sind Interessenvertretungen der österreichischen Stromwirtschaft Also eigentlich nur Elektrizität.
00:23:30: Aber wir sind der Meinung, dass die Energie der Zukunft ist und unser Land elektrisiert.
00:23:37: Die Basis für alles, für den starken Wirtschaftsstandort, für die Lebensqualität.
00:23:43: Deswegen haben wir uns Österreichs Energie genannt.
00:23:46: Super!
00:23:46: Macht Sinn?
00:23:48: Und welche Rolle spielt die Windkraft in Österreich, wenn man auf den nächsten zehn bis fünfzehn Jahre schaut ...
00:23:54: Die Windkraft ist eine ganz wesentliche Energieform in Österreich.
00:24:00: Natürlich ist aktuell die Wasserkraft unsere stärkste Zeugung und wird es auch in Zukunft bleiben.
00:24:05: Aber was wir wirklich ausbauen müssen, natürlich nebenbei der Sonne- und Wasserkraft, ist die Windkraft.
00:24:12: Weil die Wind Kraft hat den Vorteil dass sie dann am meisten Strom produziert wenn die anderen ein bisschen auslassen.
00:24:19: Die Sonne scheint unter Dachs, scheint im Frühling und im Sommer vor allem.
00:24:24: daher zeugt ihr am meisten strom Meistens dann, wenn die Schneeschmelze ist und die Niederschläge sind auch eher im Frühling oder Sommer.
00:24:34: Deswegen brauchen wir die Windkraft unbedingt wirklich als Winterkraft.
00:24:39: Sie ist ein Partner der anderen Erzeugungsformen.
00:24:42: und ganz wesentlich, dass wir hier weiterkommen und noch viel mehr auf die Windkräfte setzen.
00:24:48: Es sind drei Gestehen quasi, dass man da von jeder Ressource was nehmen kann!
00:24:53: Und warum herstelt es in Österreich?
00:24:54: Ich bin nach Wien gefahren heute Das sieht man heim.
00:24:57: Wie weit dem in Osten kommt, dass da mehr Windräder stehen?
00:24:59: Warum herrscht das ein Ungleichgewicht zwischen West und Ostern?
00:25:01: ist euch?
00:25:02: Ja, das ist einerseits natürlich wegen der Topografie.
00:25:05: Also die westlichen Länder haben immer auf die Wasserkraft gesetzt und sehr früh unsere Vorfahren auch.
00:25:11: Gott sei Dank waren die anders als jetzt wo eben jedes Windrad so eine Politikum wird hat man damals gesagt wir brauchen die Wasserkraft Wir bauen sie aus zu unserem Wohlstand zu unserer Stärke und Unabhängigkeit und deswegen im Westen eher mehr Wasserkraft.
00:25:28: Und im Osten hat man auf die Windkraft gesetzt, auch natürlich weil der Winter mehr bläst – das ist keine Frage!
00:25:35: Aber trotzdem sind vielleicht die low-hanging Fruits in den Regionen dort wo bessere Windlast da ist, hat man jetzt darauf gesetzt.
00:25:44: aber wir werden Windkraft überall in Österreich brauchen.
00:25:47: Das ist ganz wesentlich für eine kluge Integration der Windkraft ins Netz.
00:25:52: also wenn wir nur im Oosten haben brauchen wir ganz viele Leitungen um den Strom dann auch in den Westen zu bringen, deswegen ist es wirklich wichtig überall in Österreich auf die Windkraft zu setzen.
00:26:03: Dazu kommt auch und das ist ja ein wichtiger Aspekt wir wollen ja stärker resilienter werden als Österreich weniger abhängig von fossilen Energie im Borden aus irgendwelchen Schurkenstaaten oder damit wir uns weniger abhängig machen von irgendwelche erratischen Staatslenkern.
00:26:21: Und genau so hat eigentlich auch die Geschichte der Windkraft begonnen im Osten Österreichs, wo es sonst überhaupt keine Stromerzeugung gegeben hat.
00:26:30: Man war hier abhängig von seriösen Partnern und von österreichischen anderen Stromerzeugern.
00:26:38: aber trotzdem man hat gesagt welche Ressourcen haben wir in Burgenland?
00:26:41: Und ich sage noch bei uns, wir haben zwar keine Berge Aber wir haben Wind.
00:26:46: Wir haben viele Flächen und deswegen haben hier auch kluge Lenker sozusagen gesagt, wir bauen das aus weil wir wollen unsere eigenen Ressourcen
00:26:54: nützen.".
00:26:55: Das macht voll Sinn!
00:26:56: Und da habe ich dann mit dem Gerhard Klastin auch darüber gesprochen und mir ist dann auch die Frage geschossen jetzt gibt es ja auf einen Strommarkt in den großen Österreich oder in den europäischen... Europa?
00:27:09: Ja genau.
00:27:10: Unser Wind hat was da ist könnte auch sein, dass der Strom dann quasi woanders hingeht.
00:27:15: Theoretisch, weil das ist ja quasi eine Böse, da wird der Strom verkauft und wer am meisten so jetzt kriegt es?
00:27:19: Ja,
00:27:20: sowieso.
00:27:21: Und da ergibt sich dann aus der nächsten Frage auch, wär's auch klug wenn man sozusagen die Menschen in Österreich mehr mitnimmt und sagt dieses Windrad was dort steht erzeugt doch Strom jetzt per se, sagen wir uns einen gewissen Prozent alle nur für die Haushalte hier in Österreich.
00:27:35: oder kann man sowas regulieren?
00:27:36: Ist sowas machbar?
00:27:38: Naja, es gibt einen europäischen Strommarkt und das ist gut so.
00:27:41: Weil uns helfen die Nachbarländer aus, wir helfen den Nachbarnländern aus wenn wir mehr Strom haben.
00:27:46: also Es macht schon Sinn dass wir wirklich stark verbunden sind auch mit unseren Nachbarländern und Gerd Kristina hat sicher erwähnt Dass man hier noch viel stärker die Leitungen ausbauen muss in Österreich aber auch grenzüberschreitend damit wirklich dieser europäische Strommarkt zu jeder Stunde funktionieren kann.
00:28:08: Aber wir müssen die Bevölkerung mitnehmen.
00:28:10: Das ist überhaupt keine Frage und wir sehen hier, dass es ein bisschen in der Motivation einen Wandel gibt.
00:28:15: wenn noch vor ein paar Jahren vor allem das Thema Klimaschutz im Mittelpunkt gestanden ist nochmal gesagt hat also jedes Windrad hilft uns den Klimawandler einzubremsen dann ist jetzt das Thema wieder stärker das Sicherheit der Resilienz gerade eben jetzt wo wir sehen dass das Erdölpreise wieder in die Höhe schießen nämlich sie wechseln von Tag zu Tag, je nachdem was irgendwo getwittert wird.
00:28:41: Umso wichtiger ist es, dass wir das Land unabhängig werden.
00:28:45: Und wir haben zwar jetzt schon sehr viele Erneuerbare – also wir haben ja rund neunzig Prozent je nachdem ob so ein starkes Wasser und Windjahr ist oder dann wieder ein bisschen schwächer – rund neunsich Prozent erneuerbar in der Stromerzeugung.
00:28:59: Wenn wir uns aber anschauen was das jetzt bedeutet für die Versorgung pro Stunde Dann sehen wir, dass wenn nur jede fünfte Stunde übers Jahr gesehen uns durch erneuherbaren Strom selber versorgen können.
00:29:13: Und in diesen Stunden aber haben wir teilweise so viel Erneuerbahnstrom, dass wir ihn eben auch exportieren können Und das ist vor allem, muss man schon sagen wegen dem BV-Boom der letzten Jahre.
00:29:24: Also diese Möglichkeit dann zu exportieren ist v.a.
00:29:28: im Sommer wenn die Sonne scheint und wir weniger verbrauchen.
00:29:32: Da sage ich immer zum Beispiel eben, der Pfingstmontag ist so ein Tag wo es oft schön ist, super Wetter aber wir verbrauchen wenig weil wir alle irgendwie am Meer sind, am See oder beim Heurigen.
00:29:45: Da können wir exportieren an diesen Tagen.
00:29:48: Aber in der Nacht, im Herbst und im Winter haben wir zu wenig.
00:29:52: Und da kann uns eben genau die Windkraft helfen, weil du weißt das am besten!
00:29:58: Der Wind wird mehr im Winter durchschnittlich.
00:30:02: Und deswegen müssen wir erzählen.
00:30:07: Keiner will irgendwelche Kriege auf der Welt, aber es zeigt uns so unsere Abhängigkeit und das können wir jetzt auch in der Kommunikation nützen um zu sagen bitte wir müssen von dieser Abhängigkeit wegkommen Und wir müssen natürlich viele Bereiche elektrifizieren.
00:30:24: Im Verkehr, in der Raumwärme wo wir jetzt noch auf fossile setzen.
00:30:28: Wir müssen insgesamt Energie effizienter einsetzen damit der Energieverbrauch insgesamt sinkt und das was dann über bleibt müssen wir mit einer neuerbaren Strom ersetzen und dafür brauchen müssen alle Ressourcen verwenden die wir haben.
00:30:42: klar wir werden auch zusätzlich noch etwas importieren aber derzeit eben nur Eine von fünf Stunden können wir selber schaffen und den Rest importieren wir.
00:30:52: entweder Strom aus verschiedenster Herkunft oder wir müssen Gas importieren, um aus dem Gasstrom zu erzeugen.
00:31:01: Und das muss weniger werden!
00:31:02: Dann wird es auch günstiger – und wir wären sicherer.
00:31:05: Die Abhängigkeit reduziert.
00:31:06: Und dann schließt sich gleich die nächste Frage daran….
00:31:08: wie siehst du die Entwicklung in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren der Windkraft?
00:31:12: Naja, es gibt auf deiner Seite Ziele.
00:31:15: Also es ist ja ganz klar vorgegeben, der Pfad bis zum Jahr zwanzig dreißig und der Pfaden bis zu zwanziger Vierzig.
00:31:20: Also bis zuzwanzig Dreißig müssen wir noch zehn Terawattstunden ausbauen.
00:31:25: das ist fast die Verdoppelung von dem was wir jetzt haben also eine Riesenaufgabe.
00:31:30: ich meine ob wir es erreichen?
00:31:32: Das ist das Ziel aber vielleicht wird ein paar Jahre später dann erreicht werden.
00:31:37: Aber wichtig ist dass wir auf dieses Ziel hinarbeiten.
00:31:40: Und auf der anderen Seite, bis zum Jahr zweizigvierzig soll Österreich klimaneutral werden.
00:31:44: Also dann müssen wir das was wir zwanzigdreißig haben dann noch einmal fast verdoppeln.
00:31:49: also Wir sollen aber nicht Angst haben jetzt vor diesen Zielen.
00:31:52: die sind riesengroß.
00:31:54: wir müssen einfach drauf bleiben weiter tun und da sehen wir leider Bei der PV sind wir sehr gut auf Kurs, da sind wir fast überfüllen wie gerade die Ziele wenn es so weiter geht.
00:32:06: Aber bei der Windkraft und auch bei der Wasserkraft liegen wir zurück.
00:32:10: also dann müssen wir aufholen Und da appelliere ich wirklich an alle Entscheider die Flächen zur Verfügung stellen.
00:32:18: Die Rahmenbedingungen schaffen hier ganz stark die Landespolitik die etwas tun muss aber auch die Bürgermeister und jeder einzelne von uns selber.
00:32:27: Wenn wir es auch nicht sehen finden, dann sind wir wenigstens aber trotzdem nicht dagegen.
00:32:32: Es muss jetzt nicht jeder ein totaler Windfan sein und in der Freizeit auf Windradeln steigen.
00:32:39: Aber bitte weniger nicht verhindern!
00:32:43: Was ich mir überhaupt wünschen würde... Wir sehen den Eisenbahnbau, die Straßen, aber auch als Skifahrerin weiß ich wie wir uns freuen über Gondeln oft auch nicht schön sind und ein ziemlicher Eingriff in die Natur, Speicherteiche usw.
00:33:00: Erfreuen wir uns doch an der Windkraft weil sie ist ein Zeichen von Modernität, ein Zechen von weniger Abhängigkeit, ein zeichen dass wir die eigenen Ressourcen nützen.
00:33:09: also diesen Spirit brauchen wir irgendwie und dafür arbeiten wir jeden Tag
00:33:14: Genau weil das weiß ich deshalb mit dann so sagen mein großes Learning im Gerhard Christina war nämlich man wird aber kommuniziert gesagt es ist das Windrad Und dann gehen wir ja super, das sind die zwanzigtausend Haushalte rund ums Winteraluma.
00:33:30: So ist es aber nicht und der Stromarkt ist ein internationaler Raum.
00:33:33: Das dürfen auch
00:33:35: nicht falsch erzählen.
00:33:37: Genau.
00:33:38: Wenn man da eine Strategie entwickelt und sagt, Leute, das ist jetzt eurer Windrad und der Strondelaussaal kommt, ist nur für euch!
00:33:45: zu einem gewissen Prozent, denn man braucht diesen Internet als Sturmarkt.
00:33:48: Aber da hätte man eventuell mehr Akzeptanz.
00:33:50: oder was glaubst du?
00:33:51: Was wäre ein gutes Mittel?
00:33:52: Also ich glaube das hier auch wirklich die Projektwerber wirklich auch schon gute Ideen haben, gute Angebote machen auf der örtlichen Bevölkerung sei das jetzt in dem man eine Energiegemeinschaft gründet und dann jeder ist Teil der Energie Gemeinschaft und weiß er bekommt davon oder man macht da längerfristige Stromlieferverträge.
00:34:13: Das kann man ja machen einerseits mit der Industrie, mit Gewerbe und PPS.
00:34:17: Da kann man dann wirklich einen Vertrag abschließen und den Strom zu einem längeren Zeitpunkt zu einem gewissen Betrag zur Verfügung stellen.
00:34:26: Dann weiß man auch aufgrund dieses Windparks bekomme ich jetzt die nächsten fünfzehn Jahre Strom zum Preis von X. Das
00:34:33: haben wir gehört.
00:34:36: Und das kann man natürlich auch mit der Bevölkerung machen.
00:34:41: Das ist ganz wesentlich, weil wir so funktionieren.
00:34:44: Wir wollen Belohnungen und es ist menschlich!
00:34:47: zusätzlich natürlich zur Aufklärung, warum es braucht.
00:34:50: Aber ich glaube trotzdem so den persönlichen Nutzen muss man spüren.
00:34:54: der ist halt wirklich oft nicht so darstellbar in der E-Wirtschaft weil wenn irgendwo eine große Leitung in der Nähe vom Grundstück vorbei geht da wird man nicht von der leitung dann zum haushalt eine leitung unterbauen können ja aber gerade bei so windkraftprojekten bei Photovoltaik-Projekten.
00:35:12: Also da kann man schon wirklich der Bevölkerung was anbieten und ich glaube ja, dass das eben auch gemacht wird.
00:35:19: Eben wie so am Ende des Tages ist der große Nutzen der Unabhängigkeit und dann irgendwann geht es natürlich auch ums Geld.
00:35:24: oder auch wenn die Unabhänge bedeutet wir haben günstigen Strom ist das nicht der größte Vorteil für die Menschen in Österreich.
00:35:32: Was wäre dein größter Wunsch für die Zukunft der Windkraft in Österreich?
00:35:37: Ich wünsche mir vor allem, dass wir jetzt schnellere Verfahren bekommen.
00:35:41: Da ist ja gerade ein Gesetz auch in Diskussion das erneuerbaren Ausbau-Beschleunigungsgesetz – ich nenne es einfach Resilienzgesetz!
00:35:48: Und da gibt es politische Verhandlungen, das brauchen wir einfach damit schneller geht.
00:35:53: Da ist doch ganz klar gesagt, dass Anlagen der Ewirtschaft und Leitungen im überragenden öffentlichen Interesse sind – ich finde das so schön!
00:36:01: Meistens sind ja die Gesetze sehr sperrig aber da ist dann ganz klar ... Energieanlagen und das wollen wir.
00:36:09: Das ist unser überragendes öffentliches Interesse, und dieses Gesetz soll bitte rasch
00:36:14: kommen.".
00:36:15: Ich wünsche mir dass auch Politiker mutiger sind.
00:36:17: ja weil wir wissen dass es hier wirklich Gruppierungen gibt die Angst machen.
00:36:22: dann muss man mutig dagegen stehen.
00:36:24: da muss man sagen das sind Fake News es stimmt einfach nicht dass Vögel geschreitert werden usw.
00:36:30: also ich möchte jetzt nicht alles aufzählen was erzählt wird.
00:36:33: er wird viel erzählt.
00:36:36: stehen und sagen, das ist alles unwahr.
00:36:38: Wir wissen es ist anders richtig dass man Flächen zur Verfügung stellt.
00:36:43: also da gibt's ja gerade die Steiermark ein sehr gutes Beispiel gebracht was sie gesagt hat.
00:36:49: wir setzen auf Windkraft, richten Beschleunigungszonen ein.
00:36:53: Das wünsche ich mir von allen Bundesländern vor allem denen wo es überhaupt noch kein Wienrad gibt Salzburg Tirol und Vorarlberg Wobei der Landeshauptmann von Tiroll hat auch schon ausgelobt Geld fürs erste Wien Rad.
00:37:04: Also da ist schon der Wille da andere Landeshauptleute sagen wieder, Windrad ist Führer.
00:37:09: Also das ist etwas was ich nicht nachvollziehen kann.
00:37:13: Ich wünsche mir dass da wirklich sich mein Zeit ändert.
00:37:15: und wie gesagt also... Ich habe immer das Beispiel alten zwanzig Schillingen scheinen falls ich dann auch irgendwer daran erinnern kann von den jungen Zuhörerinnen zu lernen.
00:37:25: Da ist der Gegabblick drauf so die Sämmeringbahn Ganz viel Beton in wunderschöner Landschaft, aber man war stolz darauf.
00:37:34: Weil wir den Nutzen gesehen haben.
00:37:36: das verbindet den Osten mit dem Süden und ich wünsche mir dass bald Windräder auf unseren Banknoten sind weil wir stolz drauf sind, weil wir wissen sie machen uns unabhängig und sie bringen Fortschritt und günstigere Strompreise am langen Ende.
00:37:52: Genau.
00:37:53: Und abschließend muss man sagen Strom ist lebensnotwendig ohne dem Laufkornix.
00:37:57: So ist es
00:37:59: Und damit sage ich jetzt danke für deine Zeit und das ist Wissen, was du gehabt hast mit uns teilst.
00:38:03: Vielen herzlichen Dank fürs Interesse an den Austausch!
00:38:08: Es geht ums große Ganze.
00:38:10: Speicherlösungen werden immer wichtiger – damit der Strom denn wir in Österreich produzieren auch dann da ist wenn wir ihn brauchen.
00:38:18: Noch immer kommt mehr als die Hälfte unserer Energie aus dem Ausland.
00:38:22: Logische Konsequenz?
00:38:23: Wir müssen die Stromerzeugung in Österreich und Europa massiv ausbauen.
00:38:28: Am drängendsten ist es bei der Windkraft und sie ist die einzige heimische Stromwelle, die genau dann am meisten liefert wenn's draußen winter ist.
00:38:37: Genau das macht Abenteuerwindkraft so wichtig
00:38:43: und spannend!
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