Wo der Wind pfeift – Der perfekte Standort wird gesucht

Shownotes

Bevor ein Windrad gebaut werden kann, wird gemessen, geprüft, gerechnet und beobachtet. Sebastian erfährt in Folge 2 von VERBUND-Projektleiter Philipp Stöger, welches Prüfprogramm ein Windstandort durchlaufen muss. Biologe Tobias Friedel klärt über die zahlreichen ökologischen Maßnahmen auf, die bereits bei der Planung getroffen werden müssen. Diese Folge zeigt: Windkraft beginnt mit Daten – und mit der Frage, ob Mensch, Technik und Natur an einem Ort zusammenpassen.

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00:00:10: Der Umstieg auf erneuerbare Energie ist für unsere Zukunft essentiell.

00:00:15: Die Wasserkraft liefer den Österreich eine stabile Basis in der Stromversorgung, an sonnigen und windstillen Tagen kommt viel Solarstrom dazu.

00:00:25: Auf der anderen Seite wenn es bewölkt ist und windreich dann springt die Windenergie ein – und damit ist das die perfekte Ergänzung!

00:00:34: In diesem Podcast rücken wir Österreichs Windräder in den Fokus und geben Antworten auf viele spannende Fragen.

00:01:12: Sebastian Weber erfährt in Folge zwei von Verbundprojektleiter Philipp Stöger, welches Prüfprogramm ein Windstandort durchlaufen muss.

00:01:22: Und er spricht mit dem Biologen Tobias Friedl über die zahlreichen ökologischen Maßnahmen, die bereits bei der Planung getroffen werden müssen.

00:01:31: Diese Folge von Abenteuer-Windkraft

00:01:33: zeigt,

00:01:34: Windkraft beginnt mit der Frage ob Mensch, Technik und Natur

00:01:39: an

00:01:39: einem Ort zusammenpassen?

00:01:44: Wir sind heute bei Verbund in Wien, sitzen ganz oben haben eine tolle Aussicht und dem mir ist Philipp Stöger.

00:01:50: Und da sprechen wir über Windmessungen.

00:01:51: das ist eine wirklich aufregende Sache denn so einfach wie man vielleicht glauben möchte ist es nicht.

00:01:56: dafür werden Kletterer und Leser Geräte benötigt und Es mischen sogar Fledermäuse mit.

00:02:02: Mein Name ist Sebastian Weber ich bin Meteorologe und Servus TV-Wetterchef und Mir gegenüber sitzt Philipp.

00:02:08: kann man sagen du bist ein Windexperte?

00:02:11: Naja Meine eigentliche Expertenrolle besteht darin, neue Standorte für Windkraftanlagen in Österreich zu finden und dann auch zu entwickeln und bis zur Genehmigung zu bringen.

00:02:22: Ist das schwierig?

00:02:23: Absolut!

00:02:24: Weil man sehr viele verschiedene Dinge von Beginn an berücksichtigen muss um dann erfolgreich auch im Projekt umsetzen zu können und zu realisieren.

00:02:31: Und wie ist der Zusammenhang zwischen Windrädern und Fledermäusen?

00:02:34: Da liest mir auch immer öfter was.

00:02:36: Es ist etwas, was wir von Beginn an auch mit berücksichtigen.

00:02:39: Und wenn es dann darum geht zum Beispiel in der Anfangsphase Windmessungen durchzuführen und auch Erhebungen, was da im Projektgebiet betrifft, ist das etwas, dass wir uns vor Beginn auch anschauen.

00:02:50: Das heißt wie sind die Fliedermausbestände an einem Standort wo wir überlegen ein Projekt zu realisieren?

00:02:55: Das heisst auch wenn man in Richtung Windmessen geht und die Installation eines Windmests maßt es beispielsweise, dann isst das etwas was man parallel mit Monitord, mit einem Bettcorder der am Windmess-Mast installiert wird.

00:03:10: Das heißt da quasi fängt dann das Geräusch was wir Menschen ja nicht hören eigentlich von den Fledermäuse ein.

00:03:16: und weißer Harter sind Tiere unterwegs?

00:03:18: Ganz genau!

00:03:19: Das heißt die Nachtaktivitäten werden von diesem Gerät erfasst, werden auf dem Windmesser in einer bestimmten Höhe installiert und kann inmittels eines Liftsystems danach immer ausgelesen werden bzw auch über eine Fern-Auslöse immer auf die Daten live zugegriffen werden.

00:03:34: Und das ist eine ganz wesentliche und richtige Grundlage dann auch für die Dekatierungen, Erhebungen, die wir in dem Baujagdgebiet durchführen.

00:03:41: Die auch neben den Fledermais natürlich auch andere anäthologische Erhebung haben.

00:03:46: was jetzt den Vogelbestand betrifft.

00:03:49: Du so schaut spruch einen Windmessmast?

00:03:52: Bedeutet dass wenn man ein Windrad oder ein Windpark plant muss man zwingend auch immer ein Windmesserst vorher aufstellen.

00:03:59: Vielleicht einen Schritt zurück, bevor wir uns daran wagen eine Windmess-Mast zu installieren haben wir noch ein paar Schritte die wir uns davor ansehen müssen.

00:04:06: Das heißt das Allererstes was wir prüfen sind grundsätzlich die Windverhältnisse vor Ort.

00:04:11: und auch bevor wir da eine Mast installieren orientieren wir uns an Windkarten am Windatlas wo man auch einmal ungefähr sich anschauen kann wie die Wind Verhältnisse in den bestimmten Gebets sind.

00:04:23: Und erst wenn wir das und viele andere Faktoren auch geprüft haben wird in weiterer Folge ein Lieder-Messgerät meistens installiert.

00:04:32: Das heißt, das ist ein Gerät was mittels Leser in den Himmel misst und man hat eine Partikelreflektion die Windgeschwindigkeit und Windrichtung feststellen kann.

00:04:42: Das heisst es ist eine deutlich einfacherere und niederschwelligere Art und Weise mal eine Erstindikation, eine Erstprüfung vornehmen zu können ob ein Standort grundsätzlich geeignet ist oder nicht.

00:04:54: und wenn das Ergebnis dann positiv ist und da misst normal Zumindest mal ein halbes Jahr bis Jahr, dann macht es durchaus Sinn, dass man einen Windmess-Mast im nächsten Schritt installiert.

00:05:04: Und das Lieder alleine reicht nicht?

00:05:06: Dass man da schon einmal eine Aussage tätigt, weil's würde ja quasi Ressourcenschonen aus einem Anfangszeichen.

00:05:11: Wieso braucht man einen windmess Mast dann noch?

00:05:13: Gerade im komplexen Gelände und wenn wir uns jetzt... Da spreche ich vor allem Bergstandorte an, wird ein Liedermessgerät in den meisten Fällen nicht außerreichend sein und ich kann mit einem windmass Mast nochmal deutlich genauere und auch zusätzliche Werte Messen, die ich mit einem Liedermessgerät in der vom Nicht bekommen.

00:05:29: Also auf einer Gesamthöhe zwischen achtzig und hundertzwanzig Meter kann man etwas sagen hat so ein Windmessmaß, der auf unterschiedlichen Höhen die Geschwindigkeit und Windrichtung misst aber auch Luftfeuchtigkeit, Luftdruck- und Lufttemperatur und ich noch einmal eine feineres Messergebnis danach habe was dann ganz wichtig ist als Grundlage für die Anlagenauswahl und die grundsätzliche Standorteignung.

00:05:54: Das heißt, ich wollte die nächste Frage eigentlich fragen.

00:05:56: Warum ist es so wichtig, dass beim Windmessmaß den unterschiedlichen Höhen der Wind gemessen wird?

00:06:00: Eigentlich sitzt da der Rotor E ganz oben bei hundert Meter ungefähr dann.

00:06:04: Also brauche du dann eine Windmesserung in dreißig Metern höher zum Beispiel?

00:06:07: Weil wenn das wenn jetzt z.B.

00:06:09: darum geht auch die Topolenzintensität an einem Standard zu messen... Ich hier einfach eine viel feinere und klare Datengrundlage dann habe als wie wenn das jetzt nur mit dem Liedermessgerät stattfindet ein vollständigeres Gesamtbild auch haben, das dann wiederum die Datengrundlage schlechthin ist.

00:06:29: Die man auch an den Anlagenhersteller zum Beispiel weitergibt der auf dieser Datenbasis eine Standsicherheitsbeurteilung und Prüfung durchführt was vor allem jetzt im komplexen Gelände eine ganz wesentliche Grundlage

00:06:45: ist.

00:06:45: Das Hersteller braucht doch ein gutes Windprofil damit entscheiden kann welche Topine welcher Windkraftanlage.

00:06:50: Welcher Windkraft-Anlage würde es denn machen?

00:06:52: Genau, auch eine durchgängige Datenreihe.

00:06:54: Das heißt man lässt die beiden Messinstrumenten oder Messgeräte dann auch parallel einen Zeitraum nebeneinander weiterlaufen um auch quasi eine Kaliberierung vorzunehmen und das heißt eine durchgegene Datenreise ist für uns auch ganz entscheidend.

00:07:07: Und wie lange steht jetzt so ein Windmessmast?

00:07:10: Zumindest ein Jahr.

00:07:12: Zumindest einem Jahr kann man sagen.

00:07:13: eben vorgelagert.

00:07:14: eine Messung mittels Lieder oder Soda wo man dann auf einen Gesamt-Messzeitraum von eineinhalb, zwei Jahren in der Tour kommt.

00:07:23: Damit man möglichst viele Wetterkaparell mal mitnimmt und schaut wie stark die Winde in dieser Höhe sind?

00:07:29: Ganz

00:07:29: genau!

00:07:30: Es ist natürlich auch eine Langzeitkorrektur.

00:07:32: Das heißt auch wenn man ein möglichst langen Zeitraum mit eigenen Windmessungen abdeckt kann man jetzt nicht die Langzeitenentwicklungen damit abdecken.

00:07:41: das heißt auf der Datenbasis erfolgt noch einmal eine Langzeitkorrektor.

00:07:45: Sehr interessant auf jeden Fall.

00:07:46: Das ist ein Windprofil für uns Meteorologen auch ganz entscheidend.

00:07:49: und da muss man mal sagen, wenn man ganz hinunter geht ins Gras windt sich klein der ganze Erdboden.

00:07:53: Ist der Wind irgendwann Null?

00:07:55: Aber mit der Höhe nimmt er zu gut für die Windkraft.

00:07:57: Genau Stichwort Höhenzunahme.

00:07:59: das ist natürlich auch ein Faktor den wir bei der Planung von Projekten berücksichtigen.

00:08:06: Gerade wenn ich mich im Albinenbereich befinde Im Verhältnis war das weniger, der Fall ist wie zum Beispiel im Flachland.

00:08:12: Das heißt hat auch die Konsequenz dass Anlagen im alpinen Bereich eine niedrigere Masthöhe teilweise aufweisen als wir jetzt im

00:08:20: flachen.

00:08:20: Eben wenn ein Alpinnenraum schon grundsätzlich etwas höhere Strömungen in der Luft durchgeht.

00:08:25: Da interessiert man sich ja.

00:08:26: die anlagen im Alpinnenraum muss ich sagen eines hochgebliebener aber die müssen ja viel mehr aushalten oder?

00:08:32: Turbulenzen sind natürlich ein Thema was ich habe und dementsprechend sind noch Die Anlagenklasse, die Durbulenzklasse da entscheidend und wird auch bei der Anlagewahl berücksichtigt.

00:08:44: Das heißt, die Anlagen müssen einfach gesprochen deutlich mehr aushalten also wie in Gebieten wo ich weniger Durbulenzen habe als immer im Wiener Bereich.

00:08:51: Ich hab zu viel kürzender hier in der Nähe von Imur-Mürztal einen Windmessmaster aufgestellt.

00:08:57: Der steht jetzt gerade am Mist gerade.

00:08:59: Und wir wissen natürlich das ist eine Bestströmung.

00:09:01: oder wenn ein Nordfölnbögen kommt jetzt haben wir gerade so intensive Wetterlage gehabt Da muss er unglaublich gewinntgeschwindigerten Aushalten, oder?

00:09:08: Das ist auch noch da was von dem Mast haben.

00:09:10: Es waren glaube ich hundertsechzig jetzt mal drinnen sogar... Wie heut hat das aus?

00:09:14: Der Mast an sich hält es wunderbar aus weil er neben einem Punktfundament was massiv ausgeführt ist, auch eine Mehrfacheseilabspannung hat Damit mit Erdankern sehr gut im Boden verankert ist und damit diese Windgeschwindigkeiten da kein Problem darstellen.

00:09:31: Auch die in weiterer Folge in Zukunft geplanten Handlagen sind dafür auch für diese Windspitzen ausgelegt, wobei sie eine gewisse Belastungsgrenze natürlich haben was jetzt den normalen Betriebsmodus betrifft aber dadurch, dass die Anlage auf diese Windverhältnisse dann auch reagieren kann.

00:09:50: Es gibt Notabschaltungssysteme und Pitch-Systeme von den Roter Blättern, wo sich die Roter blätter quasi wie eine Fahne in den Wind stellen und damit überströmt werden weniger Angriffsfläche.

00:10:03: Genau!

00:10:03: Und damit auch mit diesen spitzen Windgeschwindigkeiten, die ihr nicht im Regelfall darstellen, sehr gut umgehen können.

00:10:09: Und wenn so ein Wind Messmast draufgestellt wird, bist du selber vor Ort natürlich auch oft und da muss geklettert werden.

00:10:16: Wie kann man sich das vorstellen?

00:10:18: Naja, es ist ... So ein Wind-Messmast besteht aus mehreren Stahlsegmenten die so eineinhalb Meter länger aufweisen, die Stück für Stück zusammengeschraubt werden und dafür braucht es technische Kletterer, die genau für diesen Einsatzdreck geschult sind und die diesem Mast mit einer Höhe zwischen auch wieder standababhängig zwischen achtzig und hundertundzwanzig Meter Höhe, das Segmentweise zusammenschrauben.

00:10:41: Wenn der mal steht und abgespannt ist, werden in weiterer Folge Ausleger installiert auf denen die unterschiedlichen Messeinstrumente entstehen, die für die eigentliche Messung zuständig sind.

00:10:50: Das sind dann die klassischen Schalenkreuze, eine Momente habe ich gesehen, dass es im Windmesser was man kennt mit den Schälchen dran, aber die sind auch ein empfindlich damals, wo es immer einen Winter starken Frost gibt oder ... Schnee, dann ist es da eher schwierig.

00:11:03: Deswegen ähnlich wie bei Roter Blättern kommt auch hier eine quasi Standheizung zum Einsatz das heißt dass die Instrumente sind beheizt damit es da eben nicht gerade jetzt wieder wenn wir in Alpinenbereichen sind und ich vielleicht oft eines anseits hätte um damit die Messinstrumente ausfallen würden d.h.

00:11:18: sie sind be heizt ausgeführt.

00:11:20: Das ganze System der Maske ist auch völlig autonom mit einer autonomen Stromversorgung brennstoffzelle Batterie ein Speichersystem ausgestattet damit Energie dafür auch zur Verfügung stimmt.

00:11:30: in die Daten kriegst du dann quasi direkt, in derselben Sekunde.

00:11:34: oder was ist das Zeitverzweigerung?

00:11:36: Wir haben live die Möglichkeit mit über das Mobilfunknetz auf die Daten zuzugreifen und diesen Daten logger.

00:11:42: Also es wird zusätzlich auch noch stationär dort gespeichert aber man kann auch jederzeit live auf diese Daten zugreifen.

00:11:49: Super

00:11:49: wie bist Fring besetzt mit den Daten?

00:11:51: Können wir uns nicht beschweren.

00:11:52: also gerade diese Spitzen, die wir haben wir ebenfalls gemessen, die jetzt vor allem im jener Februar gegeben hat Also diese Starkwindereignisse haben sich auch dort ganz klar gezeigt.

00:12:03: Ein guter Standpunkt besetzt.

00:12:04: Absolut,

00:12:05: absolut.

00:12:05: Super!

00:12:07: Jetzt braucht man ja auch wenn man Windräder aufstellt mehrere in einer Zahl, braucht man ein gewisses Infrastruktur also eine Nähe zur Stromleitung oder der Strom muss weiter transportiert werden.

00:12:16: wie entscheidend ist das bei eurer Wahl?

00:12:18: Infrastruktur generell beziehungsweise die Anbindungen das an der Stromnet sind zwei ganz wesentliche elementare Grundlagen, wenn es um die Planung und Realisierung von einem Windkraft-Projekt geht.

00:12:28: Also gerade die Netzableitung, die Entfernung aber auch die grundsätzliche Verfügbarkeit was jetzt Umspannwerke in der näheren Umgebung betrifft sind Grundvoraussetzungen für die Entwicklung und die Realisierung des Projekts.

00:12:41: Aber auch das Thema der Zuwägung ist ein ganz wesentliches.

00:12:45: Das heißt, die Anlagen-Elemente, die wir vor Ort zusammen bauen sind aufgrund der Dimension eine logistische Herausforderung was den Transport betrifft.

00:12:55: Das heisst wenn wir in einem Projektgebiet kommen und uns das dann im Detail anschauen ist gerade die Zuwigung neben dem Thema der Netzableitung einen ganz wesentlichen Aspekt, den wir da berücksichtigen müssen.

00:13:07: Ist das möglicherweise einer der größten Herausforderungen im Bienenbereich für Windkraft, dass man da immer hier kommt mit den schweren Lkw?

00:13:14: Absolut.

00:13:14: Also es gibt seien Unterführung an sei es enge Straßen die ich nur bedingt irgendwo verbreitern kann.

00:13:21: Man schaut natürlich, dass mal bei solchen Projekten auf die bestehende Infrastruktur und auch auf das bestegene Wegennetzeilen sie jetzt fast Straßen- oder Feldwege zurückgreift und die nur auch temporär für den Einsatzzweck des Anderen Sportes einmal verbessert.

00:13:36: aber Auch Situationen, die wir hatten wo das quasi ein Kauke darstellt weil man schlicht und ergreifend zu dem Anlagenstandort nicht hinkommt.

00:13:44: Windräder kommen jetzt abgesehen vom Winter nicht überall hinbauen.

00:13:47: da braucht es einen gewissen Abstand zur Ertschaften.

00:13:50: wie ist der Gesetz?

00:13:52: Das ist in Österreich von Bundesland zu Bundesland ganz unterschiedlich geregelt.

00:13:58: Wenn ich jetzt Niederlöster euch zum Beispiel ernehm dann sind vom besiedelten Gebiet tausendzuhundert Meter Abstand zu halten.

00:14:04: In Oberösterreich sind's tausende Meter.

00:14:07: Das heißt, es ist von Bundesland zu Bundesland ganz unterschiedlich geregelt.

00:14:13: Im Durchschnitt wird man so bei ca.

00:14:15: tausend Meter Abstand im besiedelten Gebiet landen und das schränkt auch bei der Suche nach potenziell geeigneten Flächen aufgrund der hohen Zersiedelung die Österreich aufweist – die geeignenden Flächen natürlich starker ein.

00:14:32: Sie muss korrigieren.

00:14:33: Es ist nicht tausend Meter Abstand zur nächsten Ortschaft, sondern Tausend meter Abstand zum nächsten Gebäude.

00:14:36: eigentlich dann?

00:14:37: Ja.

00:14:39: Wobei man unterscheiden muss es gibt auch wenn das jetzt bewirtschaftet die Gebäuden sind einzelne Hüfe, die nicht einer Wohnnutzung zugeordnet sind.

00:14:48: Dann ist es von den Abständen ja anders geregelt.

00:14:51: Aber zu Wohngebieten dieser durchschnittlich tausende Wetter genau

00:14:55: Die Gretchenfrage was macht einen Standort ideal für den Bau von Windrädern?

00:15:00: Zielefaktoren aber Zunächst einmal ein Windbus gehen.

00:15:03: Das ist natürlich die Grundvoraussetzung, dass ein Projektgebiet grundsätzlich spannende ist.

00:15:08: Daneben aber angesprochene Themen wie Logistik, Zuwägung, die Netzverfügbarkeit und auch was jetzt die Naturschutzfachlichen Themen betrifft.

00:15:19: Das heißt wenn ich irgendwelche Schutzgebiete in der Nähe habe... Wie sind die grundsätzlichen ökologischen Rahmenbedingungen im Gebiet?

00:15:25: Es ist auch etwas, das wir uns von Beginn an anschauen ob es irgendwelchen No-Gros gibt die zu einem Ausschluss als potenzielle Projektfläche führen würden.

00:15:34: Aber auch die soziale Akzeptanz innerhalb der betroffenen Gemeinde ist ein ganz wesentlicher Faktor, den wir von Beginn an berücksichtigen und deswegen auch die Bevölkerung verortet in Gemeinden so früh wie nur irgendwie möglich da in das Projekt mit

00:15:49: einbinden.".

00:15:50: Das war's!

00:15:50: Es gibt eine riesengroße Checkliste für dich, die du abarbeiten musst?

00:15:54: Wie lange dauert

00:15:54: sowas?".

00:15:55: Naja, so ein Projekt grundsätzlich von der ersten Projekte die bis zu einer Umsetzung oder sei es bis zu eine Genehmigung.

00:16:03: Das ist ein Prozess der sich in den meisten Fällen über Jahre zieht also eine Erstprüfung auch mit Prüfungen.

00:16:11: dann vor Ort sprechen wir von einigen Monaten was das Zeit in Anspruch nicht ist.

00:16:15: Der erste Schritt wird angesprochen diese Checkliste Im allerersten Schritt wirklich so eine Desktop-Analyse, wo man eine Art Abschichtung durchführt nach unterschiedlichen Parametern sich ein Projektgebiet genau ansieht.

00:16:28: Wo am Ende dann eine konzentrierte Fläche im besten Fall übrig bleibt die wir als Potenzialfläche ausweisen können und wo wir dann im nächsten Schritt uns die Gegebenheiten auch vor Ort in Detail anschauen können.

00:16:40: Und das ist dann im nächstem Schritt ja auch ein Zeitraum von mehreren Monaten der davon betroffen ist.

00:16:46: Würde du sagen es schwierig einmal Pinnenraum?

00:16:49: Windräder zu bauen, zu konzipieren oder ist es im Flachland leichter?

00:16:53: Die technischen Herausforderungen sind im Alpinenbereich sicherlich größer auch was die Aufwendung für den Anlagenstandort.

00:17:02: Den Transport und auch den Anlagentypus betreffend.

00:17:06: aber es ist sicherlich wenn man sich jetzt die Entwicklungspotenziale in Österreich anschaut der Raum Wenn ich mir jetzt Ost-West Verhältnis in Österreich anschaue wo ein Zuwachs noch viel möglich ist, wo man es aber immer in einem gewissen Verhältnis sich anschauen muss.

00:17:23: Man wird jetzt nicht auf irgendeine Bergspitze eine Anlage hinstellen, weil das wird verhältnismäßig nicht mehr funktionieren.

00:17:31: Aber Wind-Energiepotenzial ist in den Bergen noch sehr viel vorhanden?

00:17:34: Ist

00:17:34: auf jeden Fall vorhandene.

00:17:36: und im Vergleich zum Flachland, wenn ich mir niederösterreich an Burgeln anschaue, wo auch natürlich noch Potenzial vorhandener ist... sei es jetzt in neuen Standorten oder in Form von Repowering, von Anlagen die schon seit langer Zeit im Betrieb sind wo sich einfach technologisch so viel getan hat dass man hier auch einen Leistungszuwachs generieren kann durch den Durch die Erneuerung vom bestehenden Anlagen.

00:17:58: aber das ist jetzt die neue Ausweisung und Neuentwicklung von Projektgebieten betrifft ist sicherlich gerade Westösterreich- und Alpinestandorte etwas wo man in der Zukunft und auch jetzt schon sehr genau anschaut.

00:18:10: Das heißt, dein Jobprofil kann man eigentlich gar nicht herunterbrechen auf einen und sagen jetzt ist er ein Ingenieur weil du musst ja quasi technisches Verständnis haben.

00:18:16: Du musst doch gewisse fachliche naturwissenschaftlichen Verständnissen haben und auch möchte man so sagen juristisch auch also sehr vielseitig was du machst.

00:18:25: Man muss schon sehr generalistisch irgendwo veranlagt sein und in viele Bereiche hineingehen weil man da auch die Schnittstelle zu unterschiedlichen Bereichen dann irgendwo darstellt und viele Themenbereiche zusammenführen muss.

00:18:40: Vielen Dank, Philipp.

00:18:40: Für dieses Insiderwissen wirklich sehr interessant.

00:18:42: Danke auch für das Gespräch!

00:18:49: Wusstest du, dass vor der Errichtung eines Windrades Fledermäuse per Bad-Korder aufgenommen werden?

00:18:56: Dabei handelt es sich um einen Ultraschallrekorder, der zur Erfassung von Fledermausrufen eingesetzt wird.

00:19:06: Wustest Du, dass ein Windmessmasten bis zu hundertzwanzig Meter hoch sein kann?

00:19:15: Entscheidend für den Standort ist natürlich auch die Ökologie rundherum, dass man Rücksicht nimmt auf die Tiere, die dort leben.

00:19:21: und bei mir sitzt jetzt Biologe Tobias Friedl.

00:19:24: Wie der Name schon sagt, Biologee Tobias, was ist deine Aufgabe?

00:19:27: Bei der Standard-Zuche von Windrädern?

00:19:29: Ja, wir betreiben ein Ingenieurbüro für Biologie und das wird von Infrastrukturbetreibern herangezogen um die Umweltprüfung beim Bewilligungsverfahren durchzuführen.

00:19:46: Ist das ein relativ spezieller Prozess, wo wir schon sehr früh dabei sind?

00:19:50: Ist es für dich sehr komplex diese ganz naturschutzrechtlichen Bestimmungen zu durchschauen oder sagt am Ende des Tages eigentlich geht's mehr um dieses Tier was da ist lebt.

00:19:57: Das sozusagen ist das Wichtigere eigentlich...

00:20:00: Also ich glaube wenn ich diesen Job machen würde und mich rein als Biologe- oder Naturschützer sehen würde wäre ich wahrscheinlich falsch an diesem Platz.

00:20:10: Es geht immer auch darum, diese Interessenabwägung und die juristischen Aspekte das Ganze mitzudenken.

00:20:19: Das ist der wesentliche Teil, dass man die Bedürfnisse der Natur in den rechtlichen Kontext bringt und alle Aspechte sieht.

00:20:32: Ist es oft eine Konfliktsituation, was man dann hat?

00:20:34: Immer!

00:20:37: Wie gehen wir damit um?

00:20:37: dass man ständig in Konflikt steht, mit jemandem möchte was.

00:20:40: Aber auf der Anseite muss man schauen, dass die Natur natürlich dementsprechend geschützt

00:20:43: ist.".

00:20:44: Ich komme aus einer Familie mit sechs Kindern, fünf Geschwistern und ich glaube, ich habe mein ganzes Leben lang ausgleichend gewirkt und ich tue das auch hier.

00:20:54: Und ich glaub', das ist eine meiner Stärken und deshalb mache ich das auch nicht ganz ungern.

00:21:00: Das heißt aber nicht, dass es immer angenehm ist und man wird sehr oft... in die eine oder andere Richtung gezogen und muss sich, muss seine Position finden und seine Position halten.

00:21:11: Und das ist alles andere als einfach.

00:21:14: Aber ich bin kein reiner Biologe.

00:21:16: Ich bin jemand der auch dieses Ausgleichende machen muss so.

00:21:21: Nach einem Kompromiss suchen?

00:21:22: Genau diese Kompromissefindung.

00:21:23: Das ist eigentlich das was wir tun.

00:21:27: Wir selber kommen oft einmal beim wenn ich drehe draußen wie Produzentenswetter vor Ort Und dann kommen wir auch da mal quasi in Regionen, wo nicht der Notdurchschutz groß ist.

00:21:36: Wir erkennen jetzt als Leie, dass man sagt, hier sind es möglicherweise Vögel, die nisten und selten sind und die Ruhe brauchen.

00:21:44: Wie erkenne ich das?

00:21:45: Also vielleicht zäume ich es ein bisschen anders auf.

00:21:47: Grundsätzlich haben Windbarks und geschützte Großgreife dieselben Habitatansprüche.

00:21:56: Sie brauchen große abgelegene Gebiete frei von Siedlungen, zu viel Störung durch den Menschen und sie brauchen alle beide starke Windverhältnisse.

00:22:09: Die Windkraft damit sie windet also Energie erzeugen kann und die Greifögel damit sie fliegen können weil das sind alles Passivflieger die durch Thermik segeln und Wildwind ist da schlicht und ergreift eine wahnsinnig hilfreiche Ressource.

00:22:25: gerade im Flachland kann ich schon in vielen Fällen davon ausgehen, dass dort wo die Windkraft geplant ist auch diese Arten in irgendeiner Weise eine Raumnutzung zeigen werden.

00:22:39: Vielleicht sogar in der Gegend brüten.

00:22:41: und

00:22:43: ja es ist der Regelfall das man diese Koexistenz von Wind- und Greifvögeln hat und die gilt es immer zu lösen.

00:22:52: Du hast gesagt, großgreife sind

00:22:55: Habicht.

00:22:57: Das was wir ... das wovon wir in aller Regel reden, sind die Adlerarten.

00:23:02: Das sind alle Adler-Auten.

00:23:04: Wo ist denn welchen Lebensraum man halt sich befindet?

00:23:07: Im Hochgebirge ist es der Steineradler.

00:23:09: hier im Pannonen wo wir uns jetzt befinden, sind vor allem See und Kaiseradler.

00:23:15: Da sind auch die Milan-Aten Rot und Schwarzmilan Mit einer gewissen Bedeutung auch die Großfalken, aber beweniger würde ich jetzt mal sagen.

00:23:26: Und andere Thermiksegler, die da vielleicht auch noch dazukören sind die Störche Schwarz und Weißstoch.

00:23:33: Die sind auch Thermik-Säger und halten sich teilweise auch sehr viel Zeit im Hunduftraum auf.

00:23:38: Wie läuft denn aus deiner Sicht eine Beurteilung ab?

00:23:40: Quasi fährst du dort hin schaust den Standort an und dann gibt es Untersuchungen ob dort die Grossgreife vorhanden sind.

00:23:48: Was machen wir als Allererstes?

00:23:49: Also das Interessante vielleicht ist, dass wir schon oft viele Jahre bevor ein Projekt überhaupt eingereicht wird.

00:23:56: Das erste Mal konsultiert werden von den Projekteentwicklern von den Betreibern wäre immer und Wir sind oft einer der allerersten Wege die die die Projektentwickler gehen um uns die Frage zu stellen macht es Sinn an diesem Standort zu entwickeln?

00:24:15: weil Der Aufwand, der dann beginnt dieses Projekt zu entwickeln von der Zufahrt über die Standorte, über die ganze Grundstücksicherung und Gemeindearbeit.

00:24:27: Was als ich was da alles dran hängt das sind so Riesenaufwände dass man zuerst ist die Großrisiken letztlich abklärte und der Naturschutz gehört da ganz eindeutig dazu.

00:24:38: Und ja deshalb kommen sie sehr früh zu uns und das beginnt dann oft nur mit einer ganz einfachen auf deiner Schreibtisch-Analyse, weil man sehr relativ viel schon einfach vom Schreibtischen aus beurteilen kann und geht dann auch oft über erste Feldarbeiten im Gebiet.

00:24:59: Und in weiterer Folge wenn das Projekt sich konkretisiert und verfolgt wird, dann mündet das Ganze irgendwann in eine verfanztaugliche Untersuchung die den wirklich großen Aufwand macht Und die Gutachten sei Stellung und so weiter.

00:25:14: Das bedeutet, den Müsseln raus ins Feld auch konkret dann... Ja

00:25:18: das geht, dass auch ohne das geht's nie!

00:25:22: Wir haben ja bis jetzt nur gesprochen von den Vögeln.

00:25:24: Das ist aber noch eine von sehr vielen Gruppen, die da analysiert werden und in dem man sich anschaut.

00:25:28: Es geht dann zu einer weiteren Gruppe, die es zentral ist, sind die Fledermäuse.

00:25:34: Dann kommen aber auch der gesamte terrestrische Artenschutz über Hepatologie, also Herz- und Luchttiere.

00:25:44: Und Sagetiere und Insekten gegebenenfalls...

00:25:49: Ein riesiges Spektrum?

00:25:49: Es ist ein riesiges spektrum!

00:25:51: Es sind viele Tausend Arten und da einen soliden Überblick zu kriegen bedarf vieler vieler Stunden von verschiedenen Experten im Feld.

00:26:00: Die Großrisiken allerdings die wirklich Projekte die man sehr früh abklärt weil sie ein Risiko für das Projekt als solches darstellen sind letztlich die Vögel und an manchen Standorten auch die Fledermäuse.

00:26:13: Und deshalb klärt man da oft ganz, ganz früh schon große Risiken

00:26:17: ab.".

00:26:17: Was hat die Expedition der Naturschutz als großes Gewicht?

00:26:21: Das ist eines der großen Knackpunkte in den Projekten.

00:26:26: Viele Projekte scheitern am Naturschutz.

00:26:29: Also ich würde sagen mit der Gemeindearbeit, mit der Landesregierung, die letztlich auch zonieren muss... der Raumordnung und der Naturschutz sind sicher die größten Aspekte.

00:26:42: Jetzt stellt sich die Frage quasi, wenn man so wie selber quasi Naturwissenschaften bin ich jetzt kenne durch die Bedingungen was sich Klima verändert?

00:26:50: Das ist dann ja auch ein Konflikt da entsteht oder man möchte ja Natur schützen auf der einen Seite, auf der anderen Seite brauchen wir viel Energie wo auch die Windkraft natürlich eine erneuerbare Energie ist und tendenziell bald besser für das Klima als für unser Klima.

00:27:02: Wie gehst du damit um?

00:27:04: Das ist eine Frage, die uns letztlich im Verfahren nur sehr randlich streift.

00:27:08: Aber es gibt dazu natürlich schon ein paar Arten, die das Ganze ein bisschen auf die Spitze treiben also zum Beispiel die Raufusunarten.

00:27:19: jetzt vielleicht nehmen wir das Birkuhn heraus dass an der Waldgrenze überwiegend lebt und mit dem Aufsteigen der Waldgrenze den Lebensraum auch nach oben mit verschieben muss, das ist auch empirisch sehr schön belegt.

00:27:38: Es gibt Klimamodelle wo man für diese Art zum Beispiel nachgewiesen hat oder errechnet hat dass sie in weiten Teilen des östlichen Alpenbogens verschwinden wird weil die Waldgrenze über die Kipfel hinaus wachsen wird nicht nur durch Klimawandel sondern auch durch den Verlust der allen Wirtschaft sind zwei Aspekte aber zusammen sehr dominant wirken im Moment.

00:28:02: Und diese Art hat aber auch im Naturschutz eine sehr hohe Bewertung und verhindert immer wieder die Entwicklung der Windkraft, wenn man so will.

00:28:12: Es ist aber durch den Klimawandel massiv betroffen.

00:28:16: also mittelfristig tut ja der Klimawandel viel mehr weh als die Windkraft davon bin ich überzeugt.

00:28:23: Insofern glaube ich es ist natürlich sehr wichtig zu erkennen dass die Magnitude der Winter Die Magnitude des Klimawandels ist viel, viel größer als die eines Projektes.

00:28:38: Das darf man einfach auch nicht außer Acht lassen und ich glaube das ist schon auch Konsens in der wissenschaftlichen Debatte.

00:28:47: aber es muss trotzdem irgendwie unter einen Hut und es ist immer schwierig im Detail.

00:28:53: Steckst du dann sehr im Verfahrensrecht an drinnen eigentlich?

00:28:56: Richtig!

00:28:56: Und da ist der Klimawandel nicht das zentrale Thema.

00:29:00: Da geht es darum den Artenschutz zu bewältigen und eine Naturverträglichkeit zu erklären, aber da spielt dann der Klimawandel eigentlich eine ganz stark untergeordnete Rolle.

00:29:13: Das ist im großen Kontext natürlich wichtig und passiert auch alles und hat ein übergeordnetes öffentliches Interesse insgesamt in dem kleinen Detail nicht.

00:29:27: Wenn du als Biologe draußen vor Ort bist im Feld, welche Methoden gibt es da um diese Tiere zu erkennen?

00:29:36: Die wichtigste Methode ist nach wie vor gut ausgebildete versierte Experten bei den Vögeln mit einem Fernglas ins Feld zu bringen.

00:29:48: Das ist die Standardmethode und das ist bei allen anderen Gruppen auch so.

00:29:54: Du schickst die besten Experten, die verfügbar sind ins Feld, die erheben und beschreiben dir den Naturstand.

00:30:02: So wird es auch mittelfristig funktionieren.

00:30:06: Die müssen da immer wieder rausfallen oder ein Jahr lang?

00:30:09: Das ist

00:30:09: ja oft über viele Jahre.

00:30:12: Bei der Windkraft ist es üblich, dass über viele jahre untersucht wird gerade weil sich der Naturstand verändert.

00:30:18: Die Bootplätze verändern sich, die Raumnutzung verändert sich.

00:30:22: Es treten Phänomene auf, die nicht... nicht alljährlich wiederkehrend sind, sondern auch eine gewisse Stochastik haben.

00:30:31: Und insofern ist es üblich das zu machen und deshalb haben wir über Jahre hinweg oft bis zur Teilung des Bescheids haben wir Leute vor Ort die den Naturstand aktuell halten und sagen die Beurteilungsgrundlage die wir verwendet haben um das Gutachten zu machen ist nach wie vor gültig Oder auch nicht, passiert auch wahnsinnig oft.

00:30:56: In vielen Fällen ist es so dass sich im Laufe des Verfahrens der Naturstand ändert und zur Umständen substanziell.

00:31:04: also das kann dir passieren Du hast einen Windpark jahrelang untersucht, du hast den Gutachten gemacht Das ist alles gut gelaufen Und plötzlich beginnt ein Seeadler in einem näheren Umfeld des Windparks zu brüten.

00:31:21: Das verändert die Beurteilungsgrundlage.

00:31:23: Das verändert das Maßnahmenkonzept und das verändert im Prinzip alles, wenn man so will.

00:31:30: Und ist für die Betreiberseite wahnsinnig unangenehm natürlich mit Risken und Kosten verbunden.

00:31:41: Dann muss ich darauf auch immer am Maßnahmenweg reagieren.

00:31:46: Das sind Themen, die sind einfach so... Die Naturschutzgesetze sagen, dass der Naturstand zum Zeitpunkt der Entscheidung der Relevante ist.

00:31:55: Und die Entscheidung ist am Schluss, wenn da Bescheid letztlich das Vermittlungsverfahren abgeschlossen wird.

00:32:02: Am Ende dieses Bescheids gibst du eine Empfehlung oder ist es quasi eine Faktenbasierte?

00:32:09: Wir sind ja schon.

00:32:10: unsere Vorschläge für Maßnahmen sind sehr viel früher.

00:32:14: Wenn das vollständige Projekt vorliegt dann ist das was wir als Betreiberseitige Gutachter gesagt haben, das wären die Maßnahmen, die wir für sinnvoll halten um das Projekt Natur und Umweltverträglich zu gestalten.

00:32:30: Und die eigentliche Entscheidung liegt aber bei der Behörde.

00:32:33: also die Behörder hat er wieder einen sogenannten Spiegel-Gutachter, der uns gegenüber steht und der ist eigentlich der mächtige Mann im Raum.

00:32:41: Er trifft die Entscheidungen, dass braucht es oder das braucht's nicht der das Ganze nach außen vertritt.

00:32:49: Das hat sozusagen die Verlängerte an der Behörde und er muss es auch verteidigen.

00:32:55: Also die Lösungssuche bei den Betreibern immer groß, dass man da viele Dinge unter einen Hut bringt in dem Fall auch den Naturschutz?

00:33:02: Das ist ganz sicher so.

00:33:05: Manchmal ergibt sich's ganz einfach aus dem Verfahren und manchmal ergibt es daraus, dass ein Fachdiskurs mit NGOs zu diesem Ergebnis kommt.

00:33:16: Vielen Dank, es ist ein interessanter Einblick.

00:33:18: Ich danke!

00:33:24: Ein guter Windstandort hat jetzt per se nicht nur mit der Windstärke zu tun sondern erfordert Daten, Messungen und sorgfältige Prüfungen.

00:33:32: Für gute solide Ergebnisse braucht das Messmasten die über längere Zeit die Windgeschwindigkeit und Richtung Temperatur Luftdruck und Turbulenzen erfassen.

00:33:41: Genauso wichtig ist aber auch der Blick auf die Natur.

00:33:44: Fledermäuse, Greifvögel und andere Orten werden von Anfang an berücksichtigt.

00:33:48: Am Ende ist dann klar Windkraft braucht natürlich Wind, aber auch der Naturschutz ist ein zentraler Bestandteil, dass man Windräder bauen

00:33:55: darf.

00:33:59: Das Abenteuer geht weiter!

00:34:02: In der dritten Folge schauen wir uns an wie ein Windrad errichtet wird.

00:34:07: Dafür sind wir im niederösterreichischen Prellenkirchen und bestaunen einen riesigen Kran, der die unterschiedlichen Teile des Windrades nach oben hilft – es geht hoch hinaus.

00:34:23: Alles dreht sich um Energie.

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